STIMMEN

STIMMEN – Ein künstlerisches Gedenkprojekt

Das im Herbst 2023 von der Blickwechsel Theaterwerkstatt in Kooperation mit dem Zentrum für Erinnerungskultur der Universität Regensburg und dem Bezirk Oberbayern gestartete Theaterprojekt „STIMMEN“ widmet sich dem künstlerischen Gedenken an die Opfer der NS-„Euthanasie“. Prägend für die Inszenierung ist die radikale Nähe zum Publikum: Ohne klassische Trennung zwischen Bühne und Zuschauenden verwandelt das Ensemble – das mittlerweile drei Generationen junger Performerinnen und Performer vereint – den Raum in einen kollektiven Erinnerungsort.

Mit über 50 Aufführungen im gesamten Bundesgebiet – unter anderem im Plenarsaal des Bezirks Oberbayern, an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie an den Münchner Kammerspielen – hat sich das Stück als eindringliches Format der Erinnerungskultur etabliert. Für sein Engagement wurde das Projekt unter anderem mit dem renommierten Otto-Wels-Preis für Demokratie ausgezeichnet sowie beim Bundeswettbewerb „andersartig gedenken on stage“ in Berlin geehrt.

Weiterentwicklung: „STIMMEN. Neue Spuren“

Ab Herbst 2026 entwickelt sich das Projekt zu einer mobilen und standortspezifischen Tournee-Version weiter: „STIMMEN. Neue Spuren“.

Dieses erweiterte Konzept verknüpft das bewährte dramaturgische Gerüst des Ursprungsstücks mit intensiver lokaler Spurensuche. Vor jedem Gastspiel recherchiert das Team vor Ort zu spezifischen Schicksalen und Biografien von Opfern der NS-Krankenmorde aus der jeweiligen Region oder Einrichtung. Diese regionalen Archivfunde und Lebensgeschichten fließen direkt in die Aufführung ein.

Dadurch entsteht bei jeder Station ein einzigartiges, lokal verankertes Geschichtserlebnis: Das globale wie auch regionale Ausmaß der Verbrechen wird greifbar, und die Erinnerung erhält konkrete Gesichter aus der eigenen Nachbarschaft.

Rahmenprogramm & Vermittlung

Ergänzend zu den Aufführungen bietet das Leitungsteam maßgeschneiderte theaterpädagogische Formate an:

  • Nachgespräche: Moderierte Aufarbeitung des Gesehenen direkt im Anschluss an die Vorstellung mit dem Ensemble.
  • Workshops: Prozessorientierte Formate zu Erinnerungskultur, Bildertheater und Zivilcourage.

Projektinformationen auf einen Blick:

  • Leitung: Simone Heymanns, Lara Frisch und Thomas Ritter
  • Dauer: ca. 75 Minuten (zzgl. optionalem Nachgespräch)
  • Raumanforderungen: Flexible Raumnutzung ohne feste Trennung von Bühne und Zuschauerraum (z. B. Aulen, Foyers, Turnhallen, Säle oder Ausstellungsräume)
  • Zielgruppe: Theaterbühnen, Gedenkstätten, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie kommunale Initiativen, Schulen

Kontakt & Buchungsanfragen:

ritter@blickwechsel.theater